Die Sprache Jesu & das Erbe der Apostel: 15 Tage durch den Tur Abdin und Mesopotamien

Südost-Anatolien: Das Erbe der Apostel und die Sprache Jesu

Zu den ältesten christlichen Kulturgebieten der Welt gehört Südost-Anatolien. Hier liegen die Wurzeln einer Tradition, die bis heute lebendig ist und uns unmittelbar mit der Zeit des Neuen Testaments verbindet.

  • Die Wiege des Namens: Über das antike Antiochien (Antakya), wo laut Apostelgeschichte (Apg 11,26) zum ersten Mal der Name „Christen“ gebraucht wurde, gelangte der Glaube bereits im 1. Jahrhundert in den gesamten Orient.

  • Frühe Zentren des Glaubens: Schon seit dem 4. Jahrhundert sind Bischofssitze in Diyarbakır und Cizre bezeugt. Das antike Edessa (Şanlıurfa) entwickelte sich früh zu einem der bedeutendsten religiösen und intellektuellen Zentren der Christenheit.

  • Tur Abdin – Der Berg der Knechte Gottes: In der Region um Midyat erstreckt sich das Gebirge Tur Abdin. Hier gründeten Mönche bereits im 4. Jahrhundert Klöster, die bis heute die syrisch-orthodoxe Kultur und Spiritualität in ihrer reinsten Form bewahren.

  • Die Sprache Jesu: Eine einzigartige Besonderheit dieser Region ist die Sprache. Die Gläubigen sprechen und beten bis heute in Aramäisch (Syrisch) – jener Sprache, in der bereits Jesus von Nazareth seine Botschaft verkündete.

  • Lebendige Klöster: Das geistige Leben konzentriert sich in ehrwürdigen Zentren:

    • Deyrulzafaran (Safran-Kloster) bei Mardin, der ehemalige Sitz des Patriarchen.

    • Mor Gabriel bei Midyat, eines der ältesten noch bewohnten christlichen Klöster der Welt.

Reiseverlauf:

1. Tag: Flug nach Gaziantep – Hoş geldiniz!

Ankunft im Land der Propheten. Ihre Reise beginnt in einer der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt. Gaziantep ist nicht nur die kulinarische Hauptstadt der Türkei, sondern auch der ideale Ausgangspunkt, um in die Geschichte Südost-Anatoliens einzutauchen.

  • Herzlicher Empfang: Nach Ihrer Landung am Flughafen Gaziantep werden Sie von Ihrem qualifizierten, fachkundigen und ortsansässigen Reiseführer von Mütercim Tercüman / PASSION Reisen mit einem herzlichen „Hoş geldiniz“ begrüßt.

  • Ankunft & Orientierung: Ein kurzer Transfer bringt Sie zu Ihrem Hotel. Während der Fahrt erhalten Sie erste Eindrücke von der lebendigen Atmosphäre dieser geschichtsträchtigen Region.

  • Willkommensabend: Beim Willkommenscocktail (alkoholfrei) stellt Ihnen Ihr Reiseleiter die Details des Reiseablaufs vor. Es ist der Moment, um nach dem Flug anzukommen und sich auf die kommenden Tage einzustimmen, in denen wir die Brücke von der Sprache Jesu (Aramäisch) bis hin zur Weltmetropole Istanbul schlagen werden.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Der Herr behüte deinen Ausgang und deinen Eingang von nun an bis in Ewigkeit.“ (Psalm 121,8)

Wir beginnen unsere Reise in einer Region, die seit Jahrtausenden Zeuge menschlicher Zivilisation und göttlicher Verheißung ist. Während wir uns in Gaziantep für die kommenden Tage stärken, bitten wir um Gottes Segen für jeden Schritt dieses Weges. Mögen unsere Herzen offen sein für die Begegnungen mit den Menschen und den Zeugnissen des Glaubens, die uns in Mesopotamien und darüber hinaus erwarten.


 

Logistik des Tages:

  • Tagesetappe: ca. 40 km.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in/bei Gaziantep.



2. Tag: Doliche & Zeugma – Von antiken Göttern und Mosaiken

Spurensuche am Rande des Euphrat. Heute schlagen wir den Bogen von den eisenzeitlichen Kulten über die römische Pracht bis hin zum traditionellen Handwerk der Gegenwart.

  • Dülük (Doliche): Unser Tag beginnt im antiken Doliche. Hier befand sich eines der bedeutendsten Heiligtümer der Region, geweiht dem syrischen Wettergott Baal. Später verbreiteten römische Soldaten den Kult des Jupiter Dolichenus von hier aus bis an den Limes. Die geheimnisvollen Mithräen (Höhlenheiligtümer) zeugen von der tiefen religiösen Verwurzelung dieses geschichtsträchtigen Ortes.

  • Zeugma-Mosaik-Museum: In Gaziantep erwartet Sie ein Weltklasse-Highlight. Wir besuchen das größte Mosaik-Museum der Welt. Die Exponate stammen aus der antiken Stadt Zeugma am Euphrat.

    • Wir sehen das berühmte „Zigeunermädchen“, dessen fesselnder Blick den Betrachter aus jedem Winkel verfolgt.

    • Die großflächigen „Bilder aus Stein“ und die Sammlung späthethitischer Reliefblöcke führen uns tief zurück in die Zeit der antiken Großreiche.

  • Stadtfestung & Handwerk: Nach dem Besuch der imposanten Zitadelle von Gaziantep tauchen wir in das Labyrinth der Altstadt ein. In den traditionellen Kupferschmiede-Werkstätten erleben wir lebendiges Handwerk, das seit Generationen mit überlieferten Techniken gepflegt wird.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar.“ (Römer 1,19)

In den Höhlen von Doliche und den prachtvollen Mosaiken von Zeugma begegnet uns die unermüdliche Suche des Menschen nach dem Göttlichen und nach Schönheit. Bevor das Licht des Evangeliums diese Region erhellte, drückten die Menschen ihre Sehnsucht in Stein und Kult aus. Heute dürfen wir staunen, wie Gott durch die Geschichte hindurch Spuren hinterlassen hat, die uns den Weg von der Vergänglichkeit der antiken Götter zur ewigen Wahrheit Christi weisen.


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 70 km.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Gaziantep.



3. Tag: Birecik & Şanlıurfa – Auf den Spuren Abrahams und Hiobs

Vom Euphrat in die Stadt der Propheten. Heute verlassen wir Gaziantep und ziehen gen Osten, dorthin, wo Legende und Geschichte eins werden. Wir erreichen das antike Edessa, einen der spirituellsten Orte des Orients.

  • Birecik am Euphrat: Unser erster Halt führt uns an das Ufer des mächtigen Euphrat. Wir besuchen die Waldrappstation. Der seltene Ibisvogel galt früher als Glücksbringer und symbolischer Wegweiser für Pilger auf ihren langen Reisen durch die Wüste.

  • Şanlıurfa – Das antike Edessa: Diese Stadt ist tief im Gedächtnis von Juden, Christen und Muslimen verwurzelt. Als Edessa war sie in der Frühzeit ein bedeutendes christliches Bildungszentrum und zur Zeit der Kreuzzüge ein strategisches Bollwerk.

    • Abrahams Erbe: Wir verweilen am Balıklıgöl (Abrahams Teich). Hier soll sich das Wunder ereignet haben, bei dem Gott das Feuer des Scheiterhaufens in Wasser verwandelte. Wir besichtigen die Halil-ur-Rahman-Moschee und die Geburtsgrotte Abrahams.

    • Wallfahrt und Heilung: Ein besonderer Moment gilt der Einsiedelei, die mit dem Grab Hiobs verbunden ist. Hier gedenken wir der Standhaftigkeit und Geduld dieses Mannes Gottes.

  • Blick über die Jahrtausende: Zum Abschluss steigen wir auf die Zitadelle. Von oben bietet sich ein grandioser Ausblick auf die Stadt der Propheten und die beiden korinthischen Säulen, den „Thron des Nimrod“.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.“ (1. Mose 12,1).

In Şanlıurfa stehen wir an der Schwelle zum Wirken Abrahams, dem Vater des Glaubens. Seine Berufung begann mit einem Aufbruch ins Ungewisse. Auch Hiob begegnet uns hier als Vorbild der Geduld in schweren Prüfungen. Während wir am Abrahamsteich verweilen, dürfen wir über unseren eigenen „Aufbruch“ nachdenken: Vertrauen wir Gottes Führung auch dann, wenn der Weg noch im Nebel liegt? Möge die Standhaftigkeit Hiobs und der Gehorsam Abrahams unseren eigenen Glauben stärken.


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 150 km.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Şanlıurfa.



4. Tag: Göbekli Tepe – Die Geburtsstunde der Religion

An den Anfängen der Menschheitsgeschichte. Bevor wir uns den christlichen Epochen zuwenden, besuchen wir heute einen Ort, der das Verständnis der Archäologie weltweit revolutioniert hat: das älteste bekannte Monumentalbauwerk der Menschheit.

  • Göbekli Tepe – Das „Bauchiger Hügel“-Heiligtum: Wir fahren hinauf auf den Hügel am Rande der mesopotamischen Ebene. Göbekli Tepe entstand etwa 12.000 Jahre vor unserer Zeit – Jahrtausende vor den Pyramiden oder Stonehenge.

  • Rundgang um die Mystik: Wir erkunden das faszinierende Gelände, besichtigen antike Steinbrüche und historische Zisternen. Besonders beeindruckend sind die monumentalen T-Pfeiler, die mit kunstvollen Tierreliefs von Skorpionen, Füchsen und Wildschweinen verziert sind – Zeugnisse einer frühen, hochkomplexen Geisteswelt.

  • Archäologisches Museum Şanlıurfa: Am Nachmittag vertiefen wir unser Wissen in einem der modernsten Museen der Türkei.

    • Wir stehen vor der „Urfa-Statue“, der ältesten lebensgroßen Skulptur der Menschheit.

    • Wir bestaunen die Original-Funde aus Göbekli Tepe und Nevalı Çori, die uns einen tiefen Einblick in die spirituelle Morgenröte unserer Vorfahren geben.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Denn was unsichtbar ist an Gott, das wird seit der Schöpfung der Welt wahrgenommen an seinen Werken.“ (Römer 1,20)

Göbekli Tepe lehrt uns eine fundamentale Wahrheit: Der Mensch ist von Anbeginn an ein „Homo Religiosus“. Lange bevor die Menschen sesshaft wurden oder Städte bauten, suchten sie nach dem Transzendenten und errichteten Gotteshäuser. Dieser Ort erinnert uns daran, dass die Sehnsucht nach Gott tief in die DNA der Menschheit eingeschrieben ist. Während wir auf diese 12.000 Jahre alten Steine blicken, dürfen wir über die Beständigkeit unserer Suche nach dem Schöpfer nachdenken.


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 150 km.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Şanlıurfa.



5. Tag: Harran – Aufbruch in das Gelobte Land

Zwischen Mondgott-Tempel und Bienenkorbhäusern. Harran ist ein Ort, an dem die biblische Geschichte greifbar wird. Hier verweilte die Familie Abrahams auf ihrem Weg von Ur (Chaldäa) nach Kanaan, und hier empfing der Erzvater den entscheidenden Ruf Gottes.

  • Harran – Die Kreuzung der Kulturen: Seit über 5000 Jahren ist dieser Ort besiedelt. Als strategische Handelsstation war Harran einst ein Zentrum der Gelehrsamkeit und Astronomie. Wir besichtigen die Ruinen der ältesten Universität des Morgen- und Abendlandes, deren markanter Turm weithin in die Ebene ragt.

  • Das Erbe Abrahams: Wir gedenken des biblischen Berichts, nach dem Abraham von hier aus im Alter von 75 Jahren gemeinsam mit Sarah aufbrach, um dem Versprechen Gottes zu folgen. Die Atmosphäre der kargen, weiten Landschaft lässt die Entschlossenheit dieser Ur-Väter des Glaubens erahnen.

  • Architektur aus Lehm: Heute ist Harran berühmt für seine markanten Bienenkorbhäuser (Trulli). Diese einzigartige Lehmbauweise sorgt seit Jahrtausenden für kühle Räume in der Hitze. Wir besuchen eines dieser Häuser und gewinnen Einblick in die traditionelle Lebensweise.

  • Basar-Erlebnis in Urfa: Nach unserer Rückkehr nach Şanlıurfa tauchen wir in den Altstadt-Basar ein. Im Gümrük Han, umgeben vom Duft orientalischer Gewürze, erleben wir die legendäre Gastfreundschaft der Region.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Und Abram zog aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte...“ (1. Mose 12,4).

Harran markiert den Moment des absoluten Vertrauens. Abraham verließ die Sicherheit einer etablierten Stadt und der familiären Wurzeln für eine Verheißung, die er noch nicht sehen konnte. Oft verweilen auch wir in unserem „Harran“ – einem Ort des Übergangs oder des Wartens. Abrahams Beispiel lehrt uns, dass jeder Aufbruch mit Gott ein Ziel hat, auch wenn der Weg durch die Wüste führt. Möge uns der Geist von Harran den Mut geben, auf Gottes Ruf mit einem „Ja“ zu antworten


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 100 km.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Şanlıurfa.



6. Tag: Mardin – Die goldene Stadt im Tur Abdin

Wo sich Glockenklang und Muezzin-Ruf vereinen. Unsere Fahrt führt uns heute hinauf auf das Kalkstein-Plateau des Tur Abdin, dem „Berg der Knechte Gottes“. Hier betreten wir eine Welt, in der das Aramäische, die Sprache Jesu, nicht nur in der Liturgie, sondern auch im Alltag lebendig geblieben ist.

  • Das Panorama von Mardin: Schon von weitem sehen wir die Stadt wie eine Kaskade am Hang kleben. Die kunstvoll verzierten Häuser aus honiggelbem Kalkstein blicken hinunter auf die unendliche Weite der mesopotamischen Ebene – das „Meer von Mesopotamien“.

  • St. Michael & Die Bischofskirche: Wir besuchen die Kirche St. Michael, ein archaisches Zeugnis frühchristlicher Baukunst. In der syrisch-orthodoxen Bischofskirche (Kırklar Kilisesi / Kirche der 40 Märtyrer) erleben wir die spirituelle Tiefe einer Gemeinde, die ihren Glauben über 1600 Jahre hinweg gegen alle Stürme der Geschichte bewahrt hat.

  • Architektur & Basar: Wir spazieren durch verwinkelte Gassen, vorbei an prächtigen Medresen und der Ulu Camii (Alte Moschee). Mardin ist ein leuchtendes Beispiel für das Miteinander: Hier mischt sich das Läuten der Kirchenglocken ganz selbstverständlich mit dem Ruf des Muezzins. Im Basar entdecken wir die berühmte Pistazienöl-Seife und filigrane Telkari-Silberarbeiten.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Ein jeder bleibe in der Berufung, in der er berufen wurde.“ (1. Korinther 7,20).

Mardin lehrt uns die Beständigkeit. Auf diesem Kalksteinplateau haben Christen ihre Identität und ihre Sprache über fast zwei Jahrtausende bewahrt, ohne sich zu verschließen. In einer Welt, die sich ständig wandelt, ist Mardin ein Ankerpunkt der Tradition. Wenn wir durch diese Gassen gehen, dürfen wir uns fragen: Was ist der feste Grund meines eigenen Glaubens? Möge die Standhaftigkeit der Christen im Tur Abdin uns inspirieren, unsere eigene Berufung mit neuem Mut zu leben.


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 200 km.

  • Highlight: Der atemberaubende Ausblick von den Terrassen Mardins.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Mardin.



7. Tag: Deir Az-Zafaran – Das Erbe der Patriarchen

Von Medresen zu den Spuren der Wanderprediger. Nachdem wir die Stadt Mardin kennengelernt haben, vertiefen wir heute unsere Einblicke in ihre reiche Geschichte und besuchen eines der bedeutendsten Klöster der Weltchristenheit.

  • Stadtgeschichte & Gelehrsamkeit: Wir besuchen das Museum von Mardin, untergebracht in einem prächtigen Stadtpalast. Besonders beeindruckend ist die Zinciriye-Medrese aus dem 14. Jahrhundert. Ihre markanten gestreiften Kuppeln sind architektonische Meisterwerke, und von ihren Terrassen aus liegt uns die Geschichte Mesopotamiens zu Füßen.

  • Deir Az-Zafaran (Das Safran-Kloster): Wir verlassen die Stadt und fahren zum syrisch-orthodoxen Kloster Deir Az-Zafaran, das über Jahrhunderte der Sitz des Patriarchen war. Das Kloster wurde auf den Fundamenten eines antiken Tempels des Mondgottes Sin errichtet. Wir bewundern die harmonischen Arkaden, die Hauptkirche mit Mosaiken aus dem 4. Jahrhundert und hüten einen besonderen Schatz: Eine der ersten Bibeln der Christenheit.

  • Die Höhlen der Prediger: In den steilen Felswänden hinter dem Klosterbau entdecken wir die Höhlen, die bereits den Wanderpredigern des 2. Jahrhunderts als Zuflucht dienten. Sie waren es, die die christliche Botschaft erstmals in die entlegenen Winkel des Tur Abdin trugen.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach.“ (Hebräer 13,7).

In Deir Az-Zafaran wird Geschichte lebendig. Hier, wo einst ein heidnischer Tempel stand, wird seit über 1600 Jahren der dreifaltige Gott gepriesen. Die Höhlen der frühen Wanderprediger erinnern uns daran, dass das Evangelium oft in der Stille und Entbehrung seine Wurzeln schlägt. Während wir durch die kühlen Gänge des Safran-Klosters gehen, dürfen wir Gott danken für die Kette der Zeugen – von den ersten Predigern bis zu den heutigen Mönchen –, die das Licht des Glaubens im Tur Abdin hell brennen lassen.


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 80 km.

  • Besonderheit: Besichtigung des ehemaligen Patriarchatssitzes.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Mardin.



8. Tag: Dara & Nusaybin – Bollwerke des Glaubens und der Macht

An der Grenze zwischen Ost und West. Heute führt uns der Weg direkt an die heutige Grenze zu Syrien. Wir erkunden die monumentalen Überreste byzantinischer Festungskunst und besuchen eine der geschichtsträchtigsten Kirchen der gesamten Region.

  • Dara Anastasioupolis: Wir besuchen die Ruinen von Dara, einst eine der bedeutendsten Grenzfestungen des Oströmischen Reiches. Kaiser Justinian ließ diese Stadt im 6. Jahrhundert massiv ausbauen, um die persischen Vorstöße zu stoppen. Besonders beeindruckend sind die riesigen, in den Fels gehauenen Zisternen und die monumentalen Steinbrüche, die von der einstigen strategischen Bedeutung dieser „Schildwache des Reiches“ zeugen.

  • Nusaybin (Das antike Nisibis): In dieser Stadt, die über Jahrhunderte Schauplatz schwerster Kämpfe zwischen Römern und Parthern war, begegnen wir heute einem Ort des Friedens.

    • St.-Jakobus-Kirche (Mor Yakub): Wir besichtigen dieses architektonische Juwel aus dem 4. Jahrhundert. Sie ist dem Hl. Jakob von Nisibis gewidmet, einem Teilnehmer des Konzils von Nicäa. Die Kirche beherbergt sein Grab und erinnert an die berühmte „Schule von Nisibis“, die einst als geistiges Zentrum des Orients galt.

    • Zeynel-Abidin-Moschee: Direkt neben der Jakobuskirche befindet sich dieser bedeutende islamische Komplex. Das enge Nebeneinander bildet heute den „Park des Glaubens“ – ein Symbol für die tief verwurzelte Tradition der religiösen Koexistenz.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“ (Psalm 46,2).

Die gewaltigen Mauern und Zisternen von Dara erinnern uns an das menschliche Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit. Doch in der St.-Jakobus-Kirche von Nusaybin finden wir eine andere Art von Bollwerk: den Glauben, der Jahrhunderte überdauert hat. Jakob von Nisibis und sein Schüler Ephräm der Syrer lehrten uns, dass die wahre Festung nicht aus Stein, sondern aus dem Wort Gottes gebaut ist. Inmitten einer unruhigen Grenzregion steht dieser „Park des Glaubens“ als Zeugnis dafür, dass Gott uns beruft, Brückenbauer zwischen den Kulturen zu sein


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 70 km.

  • Highlight: Die unterirdischen Zisternen von Dara und das Grab des Hl. Jakob.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Nusaybin.



9. Tag: Mor Gabriel & Midyat – Das Herz des Tur Abdin

Im spirituellen Zentrum der syrischen Christenheit. Heute begegnen wir der lebendigen Tradition des Mönchtums und der beeindruckenden Architektur einer Region, die trotz jahrhundertelanger Bedrängnis ihre Identität bewahrt hat.

  • Mor Gabriel (Deir Mar Gabriel): Wir besuchen das bedeutendste Kloster der Region, gegründet im Jahr 397 n. Chr. Es ist das älteste noch bewohnte syrisch-orthodoxe Kloster der Welt. Wir bewundern die monumentalen Kirchen und Grabbauten. In der Stille dieser Mauern gedenken wir der wechselvollen Geschichte des Tur Abdin. Mit etwas Glück hören wir die Mönche oder Schüler beim Gebet in Aramäisch, jener Sprache, die uns unmittelbar mit der Zeit der Apostel verbindet.

  • Midyat – Architektur aus Licht und Schatten: Weiterfahrt nach Midyat, dem kulturellen Zentrum des Plateaus. Wir unternehmen einen Rundgang durch die Altstadt, deren ockerfarbene Kalksteinfassaden überreich mit Ornamenten verziert sind. Die zahlreichen Kirchtürme und Minarette bilden ein einzigartiges religiöses Mosaik.

  • Die Kunst der Filigranarbeit: Midyat ist weltberühmt für seine Silberschmiedekunst (Telkari). Wir schauen den Handwerkern über die Schulter, wie sie aus hauchdünnen Silberdrähten kostbare Schmuckstücke fertigen – eine Kunstform, die hier seit Generationen Familientradition ist.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.“ (1. Johannes 1,5).

Das Kloster Mor Gabriel steht seit über 1600 Jahren als ein „Licht auf dem Berge“. Es hat Raubzüge, Kriege und Verfolgungen überdauert und ist bis heute ein Ort des Gebets und der Lehre. In der aramäischen Liturgie hallen die Worte Jesu durch die Jahrhunderte zu uns herüber. Wenn wir durch die verzierten Gassen von Midyat gehen, wo Licht und Schatten auf dem ockerfarbenen Stein spielen, werden wir daran erinnert, dass der Glaube wie die Filigranarbeit der Silberschmiede ist: kostbar, fein gearbeitet und nur durch Beständigkeit und Hingabe zu bewahren.


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 130 km.

  • Highlight: Besuch des ältesten bewohnten Klosters der Welt.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Midyat.



10. Tag: Hah & Salah – Die Wiege der Marienverehrung

An der Geburtsstätte christlicher Architektur. Heute führt uns unser Weg tiefer in das Herz des Tur Abdin nach Hah, einem Ort, dessen Geschichte fast drei Jahrtausende zurückreicht und der einst ein bedeutendes politisches und geistliches Zentrum war.

  • Die Muttergottes-Kirche von Hah (Yeryüzü Cenneti): Wir besuchen das Kloster Meryem Ana, das als eines der schönsten Bauwerke der Region gilt. Die faszinierende Überlieferung besagt, dass die Drei Heiligen Könige auf ihrem Rückweg aus Bethlehem hier rasteten und aus Dankbarkeit die Fundamente dieser Kirche errichteten. In der aramäischen Tradition gilt sie daher als die älteste Marienkirche der Welt. Bewundern Sie die quadratische Zentralkuppel und die überreichen Steinmetzarbeiten.

  • Hah – Das einstige Bischofszentrum: Einst eine blühende Königsstadt, zeugen heute monumentale Ruinen wie die der Kathedrale Mor Sobo von der vergangenen Pracht und dem kulturellen Gewicht des antiken Christentums.

  • Salah – Das Kloster Mar Yakub: Auf unserem Rückweg machen wir Halt am Kloster des Heiligen Jakob (Mar Yakub). Ein besonderes Augenmerk gilt dem Eingangsportal: Die dortigen Reliefs sind Meisterwerke der spätantiken Bildhauerei und zeigen die tiefe Symbolik der Region.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilands.“ (Lukas 1,46-47).

In Hah verbindet sich die biblische Erzählung der Weisen aus dem Morgenland mit der tiefen Verehrung für Maria, die Gottesgebärerin. Wenn wir unter der uralten Kuppel von Meryem Ana stehen, spüren wir, dass wir Teil einer jahrtausendealten Gebetskette sind. Die Ruinen von Mor Sobo erinnern uns gleichzeitig an die Vergänglichkeit weltlicher Macht, während das lebendige Gebet in den kleinen Kirchen von Hah zeigt: Der Glaube überdauert die Steine. Mögen wir wie die Weisen aus dem Morgenland immer wieder neue Wege finden, um dem Erlöser zu huldigen.


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 80 km.

  • Themen: Marienverehrung, Architektur der Spätantike, Epiphanie-Tradition.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Midyat.



11. Tag: Hasankeyf & Silvan – Monumente am Tigris

Vom Schicksal einer Felsenstadt zur Brücke von Malabadi. Heute verlassen wir das Hochplateau von Midyat und steigen hinab in das Tal des Tigris. Wir begegnen Orten, die seit der Antike als Bollwerke und kulturelle Schmelztiegel zwischen den Imperien dienten.

  • Hasankeyf – Die Stadt am Tigris: Wir besuchen die geschichtsträchtige Felsenstadt Hasankeyf. Strategisch an einer Engstelle des Tigris gelegen, thronte hier einst eine römische Grenzfestung. Wir besichtigen die Ruinen des Artuqidischen Palastes (12. Jh.) und den neuen Archäologiepark, in den die wichtigsten Monumente aufgrund des Staudammprojekts spektakulär versetzt wurden.

  • Malabadi-Brücke – Ein Wunder der Statik: Auf dem Weg nach Silvan halten wir an der Malabadi-Brücke. Mit ihrem weiten Spitzbogen gilt dieses Meisterwerk aus dem 12. Jahrhundert als eine der kühnsten Brückenkonstruktionen des Mittelalters.

  • Silvan (Martyropolis): Wir erreichen Silvan, das im 5. Jahrhundert als Martyropolis gegründet wurde – ein Ort, der dazu bestimmt war, die Reliquien christlicher Märtyrer aus Persien aufzunehmen. Wir besichtigen die Ulu Camii, die aus einer prächtigen byzantinischen Basilika hervorgegangen ist.

  • Diyarbakır – Die schwarze Stadt: Am Abend erreichen wir Diyarbakır am Ufer des Tigris, weltberühmt für seine gewaltigen Stadtmauern aus schwarzem Basalt.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten.“ (Psalm 46,2).

Der Name Martyropolis (Silvan) erinnert uns an das Zeugnis derer, die für ihren Glauben alles gaben. In einer Region, die oft von Kriegen und dem Wandel der Zeit (wie in Hasankeyf) gezeichnet ist, stehen die alten Kirchenmauern und Brücken als Zeichen der Beständigkeit. So wie die Malabadi-Brücke zwei Ufer verbindet, so verbindet das Gebet der Märtyrer uns heute mit der Ewigkeit. Wir dürfen Gott danken für die Festigkeit, die er seinen „lebendigen Steinen“ – den Gläubigen – durch alle Zeiten hindurch schenkt.


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 160 km.

  • Themen: Byzantinische Festungskunst, Martyrium der frühen Kirche, Architektur am Tigris.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Diyarbakır.



12. Tag: Diyarbakır – Die schwarze Perle am Tigris

Römische Erbschaft und osmanische Pracht. Heute erkunden wir eine Stadt, die seit der Antike als Schlüssel zum oberen Mesopotamien gilt. Das römische Amida beeindruckt durch seine monumentale Wehrarchitektur und sein multikulturelles Erbe.

  • Die Stadtmauer von Amida: Wir unternehmen einen Rundgang entlang der 5,5 km langen Stadtmauer aus schwarzem Basalt. Mit ihren 72 Wehrtürmen und massiven Bastionen ist sie ein Meisterwerk römischer Ingenieurskunst. Von der Zitadelle schweift unser Blick über das Tal des Tigris und die UNESCO-geschützten Hevsel-Gärten.

  • Der Tigris und seine Brücke: Wir besuchen die historische Dicle Köprüsü (Zehnbogenbrücke). Seit dem 11. Jahrhundert überspannt sie den Tigris und diente fast ein Jahrtausend lang als lebenswichtiger Knotenpunkt für die großen Karawanenzüge der Seidenstraße.

  • Die Große Moschee (Ulu Camii): Dieses architektonische Juwel zählt zu den ältesten Moscheen der Welt. Ursprünglich als christliche St. Thomas Basilika erbaut, erzählen die antiken Säulen im Innenhof noch heute von der Transformation zwischen byzantinischer Pracht und frühislamischer Gelehrsamkeit.

  • Karawanserei Hasan Paşa: Im Herzen der Altstadt tauchen wir in das orientalische Flair der Hasan Paşa Hanı (16. Jh.) ein. Zwischen den zweistöckigen Arkaden, wo einst Händler aus aller Welt rasteten, genießen wir heute einen traditionellen Kaffee inmitten des geschäftigen Treibens.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.“ (1. Johannes 1,5).

Diyarbakır wird oft die „schwarze Stadt“ genannt, wegen des dunklen Basalts, der ihre Mauern so unbezwingbar erscheinen lässt. Doch in den Höfen der Ulu Camii – der einstigen Thomas-Kirche – und in den versteckten Kapellen der Altstadt begegnen wir einer anderen Realität: dem Licht des Glaubens, das auch in steinernen Festungen brennt. Die gewaltigen Mauern von Amida sollten schützen, doch die Geschichte lehrt uns, dass wahre Geborgenheit dort entsteht, wo Menschen verschiedener Kulturen und Religionen an einem Tisch (oder in einer Karawanserei) zusammenkommen. Mögen wir in der Schwere des schwarzen Steins die Leichtigkeit der göttlichen Gastfreundschaft entdecken.


 

Logistik des Tages:  

  • Tagesetappe: ca. 35 km (innerstädtisch).

  • Highlight: Spaziergang auf der Basaltmauer mit Blick auf die Hevsel-Gärten.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Diyarbakır.



13. Tag: Commagene – Das Reich der Götterkönige

Vom Euphrat-Stausee zum Thron des Antiochos. Heute erleben wir eine Reise durch die Zeit, die uns vom modernen Stausee zurück in das antike Königreich Commagene führt, das einst als Pufferstaat zwischen dem Römischen Reich und den Parthern eine Brücke bildete.

  • Über den Atatürk-Stausee: Unsere Reise beginnt mit einer Fährüberfahrt über den riesigen Atatürk-Stausee ⛴️. Dieses technische Wunderwerk hat die Landschaft des oberen Euphrat nachhaltig geprägt und verbindet heute die Ufer, die schon in der Antike von strategischer Bedeutung waren.

  • Karakuş Tepe (Der Adlerhügel): Wir besuchen den Grabtumulus der Frauen des kommagenischen Königshauses 🦅. Die einsame Säule, gekrönt von einem Adler, blickt stolz über das Land und kündet von der Macht einer längst vergangenen Dynastie.

  • Cendere-Brücke: Wir überqueren den Fluss auf einer der besterhaltenen römischen Brücken der Welt 🏛️. Im 2. Jahrhundert n. Chr. zu Ehren des Kaisers Septimius Severus erbaut, zeugt ihre gewaltige Einbogenkonstruktion von der Unvergänglichkeit römischer Ingenieurskunst.

  • Arsameia am Nymphenfluss: In der einstigen Residenzstadt Arsameia erkunden wir die monumentalen Zeugnisse des Königs Antiochos I. Wir sehen den tiefen Opfertunnel und das berühmte Dexiosis-Relief, das den König beim Handschlag mit dem Halbgott Herakles zeigt – ein Sinnbild für seinen Anspruch auf göttliche Ebenbürtigkeit.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“ (1. Petrus 5,5).

In den Ruinen von Arsameia und an den Grabstätten von Karakuş begegnet uns der Versuch des Menschen, sich selbst zu verewigen und sich den Göttern gleichzustellen. Der Handschlag zwischen König Antiochos und Herakles ist ein beeindruckendes Zeugnis menschlicher Sehnsucht nach Unsterblichkeit. Doch während die Könige und ihre Reiche vergingen, lehrt uns der Blick über die karge Bergwelt, dass wahre Größe nicht in Monumenten aus Stein liegt, sondern in der Demut vor dem Schöpfer, der Himmel und Erde gemacht hat. Wir dürfen staunen über die Kunst der Alten, während wir gleichzeitig die Vergänglichkeit allen irdischen Glanzes erkennen.


 

Logistik des Tages:  

  • Tagesetappe: ca. 180 km.

  • Highlight: Der „Handschlag“ mit den Göttern in Arsameia und die Überfahrt über den Euphrat.

  • Unterkunft: Übernachtung in einer atmosphärischen Unterkunft unterhalb des Berggipfels (Raum Kahta/Nemrut).



14. Tag: Nemrut Dağı – Sonnenaufgang auf dem Thron der Götter

Ein monumentales Erbe über den Wolken. Heute heißt es früh aufstehen, um ein Erlebnis zu genießen, das man nie wieder vergisst. Wir besteigen den Gipfel, den König Antiochos I. als Verbindung zwischen sich und den Göttern auserkor.

  • Der Aufstieg zum Gipfel: In der Stille der frühen Morgenstunden bringen uns Kleinbusse hinauf zum Nemrut Dağı 🏔️. Die letzte Etappe legen wir zu Fuß zurück, während die Sterne langsam verblassen. Auf der 2.150 m hohen Bergkuppe erreichen wir das monumentale Grabheiligtum.

  • Das Erwachen der Götter: Wenn die Sonne über der mesopotamischen Ebene aufgeht, taucht sie die berühmten Kolossalstatuen in goldenes Licht. Diese Giganten aus Stein bewachen seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. die letzte Ruhestätte des Königs.

  • Das Pantheon von Kommagene: Auf den Kultterrassen begegnen wir einer faszinierenden Verschmelzung der Kulturen. Wir sehen die gewaltigen Häupter von Zeus-Ahura Mazda, Apollon-Mithras und Herakles-Artagnes.

  • Astrologie in Stein: Wir betrachten das berühmte Löwenhoroskop, eine der ältesten bekannten Darstellungen des Sternenhimmels. Die Anlage lässt uns die Ambition eines Königs nachempfinden, der sich selbst als Gott unter Göttern sah.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Matthäus 24,35).

Auf dem Gipfel des Nemrut stehen wir vor den Trümmern eines gewaltigen Egos. Antiochos I. wollte sich mit steinernen Riesen unsterblich machen, doch heute liegen die stolzen Häupter am Boden. Während die ersten Sonnenstrahlen die kalten Steine berühren, werden wir daran erinnert, dass wahre Ewigkeit nicht durch Bauwerke, sondern durch das lebendige Wort Gottes geschenkt wird. Die Stille über den Wolken lädt uns ein, unsere eigene Vergänglichkeit anzunehmen und uns an dem festzuhalten, was wirklich Bestand hat: die Liebe und das Licht, das jeden Morgen neu die Finsternis vertreibt.


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 80 km.

  • Highlight: Der magische Moment, wenn die Sonne die Götterhäupter berührt.

  • Unterkunft: Abendessen und Übernachtung in Gaziantep.



15. Tag: Heute heißt es Abschied nehmen... Güle güle!

Heimreise oder Beginn der Erholungszeit. Nach 15 Tagen voller Geschichte, tiefer Spiritualität und der Begegnung mit den Wurzeln unseres Glaubens treten wir heute die Heimreise an. Die Eindrücke vom Tur Abdin, dem Euphrat und den Göttern des Nemrut werden uns sicher noch lange begleiten.

  • Abschied und Transfer: Ein kurzes Stück führt uns zum Flughafen von Gaziantep. Ihr fachkundiger Reiseführer begleitet Sie bis zum Check-in und verabschiedet sich von Ihnen.

  • Rückreise: Rückflug von Gaziantep mit einer Zwischenlandung in der Metropole Istanbul zu Ihrem Heimatflughafen.

  • Ihre Alternative – Badeverlängerung: Falls Sie sich für die Fortsetzung Ihrer Reise entschieden haben, beginnt heute Ihr Transfer in die Erholungsregionen von Antalya oder an die Ägäisküste. Lassen Sie die Seele an den türkisfarbenen Küsten baumeln und das Erlebte in Ruhe nachklingen.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.“ (Psalm 121,8).

Eine Reise wie diese ist mehr als eine Besichtigung von Ruinen; sie ist eine Wanderung zu den Quellen unseres Seins. Wir haben die Orte gesehen, an denen Abraham den Ruf Gottes hörte und wo die ersten Christen ihren Glauben in Stein meißelten. Wenn wir nun nach Hause zurückkehren, nehmen wir nicht nur Fotos mit, sondern hoffentlich auch ein Stück der Ruhe des Tur Abdin und der Zuversicht der Erzväter. Möge der Segen dieser alten Erde Sie in Ihren Alltag begleiten. Güle güle! – Gehen Sie mit einem Lächeln.


 

Logistik des Tages: 

  • Tagesetappe: ca. 20 km.

  • Abschluss: Transfer zum Flughafen oder Start der Verlängerung.



Wichtige Reisehinweise und Programmänderungen

Um einen reibungslosen Ablauf Ihrer Reise zu gewährleisten, bitten wir Sie, die folgenden Hinweise zu beachten:

  • Flexibilität im Reiseverlauf: Bitte beachten Sie, dass sich der tatsächliche Ablauf des Reiseprogramms durch unterschiedliche Öffnungszeiten (z. B. saisonale Unterschiede zwischen Winter- und Sommerzeit), kurzfristige Schließungen durch Staatsbesuche oder unvorhersehbare Ereignisse bei einzelnen Sehenswürdigkeiten geringfügig ändern kann.

  • Leistungsgarantie: Wir behalten uns Änderungen im Reiseverlauf ausdrücklich vor, sofern diese den Charakter der Reise nicht beeinträchtigen und keine Leistungseinschränkungen darstellen. Die Qualität und der Umfang der im Programm genannten Besichtigungen bleiben dabei stets gewahrt.



Ihre individuelle Badeverlängerung: Entspannung am Meer

Die Seele baumeln lassen und das Erlebte nachklingen lassen. Möchten Sie die vielen Eindrücke Ihrer Reise in Ruhe Revue passieren lassen? Wir laden Sie ein, Ihren Aufenthalt individuell zu verlängern und die herzliche Gastfreundschaft der türkischen Küstenregionen zu genießen.

  • Flexibilität nach Ihren Wünschen: Sie haben die Freiheit, in der gesamten Region Antalya oder entlang der malerischen Ägäis eine Bade- und Erholungsverlängerung zu buchen. Wählen Sie aus einer Vielzahl von charmanten Orten und erstklassigen Resorts.

  • Region Aydın und Izmir: Entdecken Sie Ziele wie Kuşadası, Çeşme, Seferihisar, Gümüldür, Foça, Pamucak, Didim, Ayvalık oder Sarmısaklı.

  • Südküste und Ägäis: Wählen Sie aus attraktiven Destinationen wie Bodrum, Marmaris, Sarıgerme, Davutlar und vielen weiteren Standorten.

  • Rundum-Sorglos-Service: Überlassen Sie uns die Logistik. Die Transfers vom Flughafen zu Ihrem gewählten Hotel sowie die spätere Rückfahrt zum Flughafen organisieren wir komplett für Sie, damit Ihr Urlaub so entspannt endet, wie er begonnen hat.

Ihre individuelle Badeverlängerung: Entspannung am Meer

Die Seele baumeln lassen und das Erlebte nachklingen lassen. Möchten Sie die vielen Eindrücke Ihrer Reise in Ruhe Revue passieren lassen? Wir laden Sie ein, Ihren Aufenthalt individuell zu verlängern und die herzliche Gastfreundschaft der türkischen Küstenregionen zu genießen.

  • Flexibilität nach Ihren Wünschen: Sie haben die Freiheit, in der gesamten Region Antalya oder entlang der malerischen Ägäis eine Bade- und Erholungsverlängerung zu buchen. Wählen Sie aus einer Vielzahl von charmanten Orten und erstklassigen Resorts.

  • Region Aydın und Izmir: Entdecken Sie Ziele wie Kuşadası, Çeşme, Seferihisar, Gümüldür, Foça, Pamucak, Didim, Ayvalık oder Sarmısaklı.

  • Südküste und Ägäis: Wählen Sie aus attraktiven Destinationen wie Bodrum, Marmaris, Sarıgerme, Davutlar und vielen weiteren Standorten.

  • Rundum-Sorglos-Service: Überlassen Sie uns die Logistik. Die Transfers vom Flughafen zu Ihrem gewählten Hotel sowie die spätere Rückfahrt zum Flughafen organisieren wir komplett für Sie, damit Ihr Urlaub so entspannt endet, wie er begonnen hat.

🕊️ Geistlicher Impuls

„Und er führte mich zu stillen Wassern.“ (Psalm 23,2).

Nach den staubigen Wegen Mesopotamiens und den beeindruckenden Höhen des Nemrut bietet das weite Blau des Meeres einen Raum der Stille und Reflexion. Das Wasser ist seit jeher ein Symbol für Reinigung und Erneuerung. Nutzen Sie diese Tage an der Küste, um die geistigen Schätze, die Sie im Tur Abdin und in den heiligen Stätten gesammelt haben, in Ihrem Herzen zu bewahren. In der Ruhe des Meeresrauschens finden wir oft die Klarheit, um das Erlebte als festen Teil in unser Leben zu integrieren.


 

Logistik des Tages: 

  • Service: Inklusive aller notwendigen Transfers zwischen Flughafen und Hotel.

  • Optionen: Individuelle Hotelauswahl von charmanten Boutique-Häusern bis zu Luxus-Resorts.

  • Abschluss: Ein reibungsloser Übergang von der Bildungsreise zur Erholung.



Ihre Reiseleistungen im Überblick

Um Ihnen volle Transparenz und Planungssicherheit zu bieten, haben wir alle Leistungen detailliert aufgeführt. Bei uns genießen Sie eine Reise ohne versteckte Zusatzkosten.

 

Inklusive Leistungen

  • Flugverbindungen: Linienflug vom Heimatflughafen nach Gaziantep und zurück (jeweils mit Zwischenlandung in Istanbul).

  • Gepäck: Ein Freigepäckstück bis 30 kg sowie Handgepäck bis maximal 8 kg.

  • Sicherheit: Reiseversicherung (Insolvenzschein) gemäß § 651 k BGB sowie alle Flughafen- und Sicherheitsgebühren (Kerosinpreisänderungen vorbehalten).

  • Willkommensgruß: Alkoholfreier Begrüßungscocktail bei Ankunft.

  • Besichtigungen: Alle im Programm genannten Eintrittsgelder sind bereits enthalten. Es entstehen keine versteckten Kosten vor Ort.

  • Transport: Sämtliche Transfers, Ausflüge und Rundreisen erfolgen in bequemen, landesüblichen Reisebussen mit Klimaanlage. Alle Park- und Mautgebühren sind inklusive.

  • Unterbringung: 14 Übernachtungen in Hotels der gehobenen Mittel- und Oberklasse (4- und 5-Sterne-Landeskategorie). Alle Zimmer verfügen über Dusche/Bad und WC.

  • Verpflegung: Halbpension bestehend aus 14x Frühstück und 14x Abendessen, überwiegend als offenes Buffet (teilweise Continental). Eine reiche Auswahl für Vegetarier, Veganer oder Allergiker ist stets gewährleistet.

  • Reiseleitung: Ein fachkundiger, staatlich lizenzierter und engagierter örtlicher Reiseführer begleitet Sie während der gesamten Rundreise.

  • Teilnehmerkreis: Die Reise findet ab einer Mindestteilnehmerzahl von 9 Personen statt (maximal 35 Personen). Auf Wunsch ist eine Durchführung als Privatreise bereits ab 1 Person möglich.

 

Exklusive Leistungen

  • Persönlicher Bedarf: Private Ausgaben sowie Getränke zu den Mahlzeiten.
  • Trinkgelder: Empfehlung für den Reiseführer ca. 3–5 Euro pro Tag und für den Chauffeur ca. 2–3 Euro pro Tag.

 

Vor Ort buchbare Optionen

  • Vollpension: Sie können vor Ort auf Vollpension aufstocken. 6x Mittagessen sind gegen einen Aufschlag von 60 Euro pro Person buchbar. Auch hier finden Vegetarier eine vielfältige Auswahl.

  • Reiseschutz: Eine Reiserücktrittversicherung kann bereits ab 17 Euro online über unseren Partner gebucht werden.

🕊️ Geistlicher Impuls

Geistlicher Impuls

„Geben ist seliger als Nehmen.“ (Apostelgeschichte 20,35).

Eine Reise in die Gemeinschaft des Tur Abdin ist auch eine Übung in Gastfreundschaft und Wertschätzung. Wenn wir unseren Gastgebern, Fahrern und Führern mit einem Trinkgeld danken, ist dies mehr als eine bloße Transaktion – es ist eine Geste der Anerkennung für ihre Mühe und Fürsorge. Wir laden Sie ein, diese Reise mit einem großzügigen Herzen zu begehen, im Wissen, dass wir alle Teil eines Gebens und Nehmens sind, das über den materiellen Wert hinausgeht.

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